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Prävention - Früherkennung

Grippeschutz: Jedes Jahr auffrischen lassen

Grippeschutz: Jedes Jahr auffrischen lassen

Die Grippeschutzimpfung muss um wirksam zu sein jährlich wiederholt werden. Der beste Impfzeitpunkt ist vor Beginn einer Grippewelle im Herbst. Impfen lassen sollten sich vor allem Personen mit geschwächtem Immunsystem und chronischen Erkrankungen.


Was ist eine Grippeschutzimpfung?

  • Die Influenza oder auch echte Virusgrippe ist eine sehr ansteckende Infektionskrankheit, die durch Influenza-Viren ausgelöst wird. Sie darf nicht mit einem harmlosen grippalen Infekt verwechselt werden.
  • Die Influenza ist eine Infektion der oberen Atemwege. Sie beginnt meist sehr plötzlich mit Abgeschlagenheit, hohem Fieber und trockenem Husten. Später kommen häufig Schwindel, Muskel-, Gelenk- und Augenschmerzen hinzu. Es besteht ein starkes, allgemeines Krankheitsgefühl.
  • Die Influenza hat in vielen Fällen einen schweren Verlauf und kann zu schwerwiegenden Komplikationen wie beispielsweise einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung führen.
  • Influenza ist weltweit verbreitet und es erkranken jedes Jahr auch in Deutschland tausende Menschen. Grippewellen breiten sich vor allem im Winterhalbjahr zwischen Dezember und April aus.
  • Die Übertragung der Virusgrippe erfolgt als Tröpfcheninfektion beispielsweise beim Husten oder Niesen.
  • Wegen der hohen Wandlungsfähigkeit der Grippeviren muss die Impfung jedes Jahr wiederholt werden. Hierfür wird jährlich ein neuer Impfstoff in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt.
  • Als „Schweinegrippe“ oder „Neue Influenza A (H1N1)“ wurde ein anderer Virustyp bekannt, der sich weltweit verbreitet hat. Dieser jetzt  „pandemische Influenza (H1N1) 2009“  genannte Virustyp hat sich weniger stark ausgebreitet als befürchtet. Der aktuelle Impfstoff gibt auch Schutz gegen diese Grippeart. Daher ist die früher getrennte H1N1-Impfung nicht mehr empfohlen.
  • Die Impfung ist die einzige Schutzmöglichkeit vor der Erkrankung. Bei den Patienten, die trotz einer Grippeschutzimpfung an der Grippe erkranken, ist der Krankheitsverlauf wesentlich milder als bei ungeimpften Patienten. Trotzdem lassen sich nur etwa 50 Prozent der Bevölkerung impfen.

Wer sollte sich impfen lassen?

  • Eine Grippeschutzimpfung wird empfohlen für:
      • Menschen über 60 Jahren
      • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
      • Kinder und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung wegen einer Grunderkrankung, wie beispielsweise chronischen Lungen-, Herz-, Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und anderen Stoffwechselkrankheiten, angeborener oder erworbener Immunschwäche oder HIV-Infektion
      • Personen mit neurologischen Krankheiten wie Multiple Sklerose je nach Verlauf
      • Personen mit erhöhter Wahrscheinlichkeit des Erregerkontaktes wie medizinisches Personal und Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
      • besonders Schwangere im 2. Drittel der Schwangerschaft, die ein individuell erhöhtes Erkrankungsrisiko aufweisen

Was ist bei der Impfung zu beachten?

  • Die Impfung erfolgt in der Regel in den Oberarm. Nur bei Säuglingen und Kleinkindern wird der Impfstoff in den Oberschenkelmuskel gespritzt. Es sollte dabei nur der jeweils aktuellste Impfstoff verwendet werden.
  • Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Grippeimpfung.
  • Kinder können ab dem 6. Lebensmonat gegen Influenza geimpft werden.
  • Die Grippeimpfung zählt zu einer der verträglichsten Impfungen und ist daher auch für chronisch erkrankte und abwehrgeschwächte Personen zu empfehlen.
  • Nicht geimpft werden sollten Personen, die einen akuten fieberhaften Infekt haben. Auszuschließen sind auch Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe des Impfstoffes wie Hühnereiweiß.
  • Gelegentlich können lokale Unverträglichkeiten wie Rötung und Schwellung an der Impfstelle auftreten.
  • Manchmal kommt es nach der Impfung zu leichten grippeartigen Symptomen, die nach 1-2 Tagen abklingen. Das ist kein Grund zur Beunruhigung. Das Auftreten solcher Symptome zeigt vielmehr an, dass das Immunsystem auf die Impfung anspricht.
  • Bereits zwei Wochen nach der Impfung besteht 100-prozentiger Schutz gegen die häufigsten Grippeviren. So kann in 60 bis 70 Prozent aller Fälle eine Infektion verhindert werden.

Die Grippeschutzimpfung im Herbst ist eine wichtige und gut verträgliche Impfung. Sie ist besonders wichtig für chronisch erkrankte und ältere Menschen. Die Impfung muss jedes Jahr wiederholt werden.

Stand: August 2012

Publikationsdatum:   01.11.10
Datum geändert:  02.10.12
 
 

Wir über uns

Dr. med. Lutz Krone

Frauenheilkunde und Geburtshilfe
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